Leitfaden
Holdinggesellschaft vs. Betriebsgesellschaft
Die kurze Antwort
Eine Betriebsgesellschaft handelt: Sie stellt Rechnungen aus, beschäftigt Mitarbeiter und trägt ein kommerzielles Risiko. Eine Holdinggesellschaft oder SPV ist passiv: Sie hält Anteile oder Vermögenswerte und führt kein operatives Geschäft. ADGM (Abu Dhabi Global Market) beispielsweise stellt fest, dass SPVs passive Vehikel sind, die eine qualifizierte Verbindung erfordern und kein operatives Geschäft oder keine Mitarbeiter einstellen dürfen.
Die Wahl zwischen ihnen ist eine Governance-Frage, kein steuerlicher Trick. Die beiden erfüllen unterschiedliche Aufgaben, und viele Gruppen verwenden schließlich beide.
Nebeneinander
Die praktischen Unterschiede.
Zweck
- Betriebsgesellschaft
- Handeln, Dienstleistungen anbieten, beschäftigen
- Holdinggesellschaft / SPV
- Anteile oder Vermögenswerte halten
Rechnungsstellung
- Betriebsgesellschaft
- Ja
- Holdinggesellschaft / SPV
- Nein
Personal
- Betriebsgesellschaft
- Ja
- Holdinggesellschaft / SPV
- In der Regel nicht erlaubt
Risiko
- Betriebsgesellschaft
- Trägt kommerzielles Risiko
- Holdinggesellschaft / SPV
- Schützt das Eigentum vor den Operationen
Verwaltung
- Betriebsgesellschaft
- Vollständige operationale Compliance
- Holdinggesellschaft / SPV
- Governance, Register und Einreichungen
Dienstleister
- Betriebsgesellschaft
- In der Regel nicht erforderlich
- Holdinggesellschaft / SPV
- Oft für nicht ausgenommene Vehikel erforderlich
| Faktor | Betriebsgesellschaft | Holdinggesellschaft / SPV |
|---|---|---|
| Zweck | Handeln, Dienstleistungen anbieten, beschäftigen | Anteile oder Vermögenswerte halten |
| Rechnungsstellung | Ja | Nein |
| Personal | Ja | In der Regel nicht erlaubt |
| Risiko | Trägt kommerzielles Risiko | Schützt das Eigentum vor den Operationen |
| Verwaltung | Vollständige operationale Compliance | Governance, Register und Einreichungen |
| Dienstleister | In der Regel nicht erforderlich | Oft für nicht ausgenommene Vehikel erforderlich |
Wann ein Holdingvehikel sinnvoll ist
- Trennung von Anteilen und Handelsrisiken.
- Vorbereitung auf Investitionen oder ein Joint Venture.
- Halten eines bestimmten Vermögenswertes mit klarer Abgrenzung.
- Familien- oder Nachfolgeplanung.
Wann es nicht sinnvoll ist
- Sie müssen Kunden Rechnungen ausstellen oder Mitarbeiter beschäftigen.
- Das Ziel ist Anonymität oder Vermeidung von Offenlegung.
- Sie gründen Ihr erstes Unternehmen und haben noch nichts zu halten.
- Der Plan hängt von einem angenommenen Steuerausgang ab.

